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Lernzeiten in der Sekundarstufe I (entnommen QUA-LiS NRW)

Laut Erlass (Auszug s. unten) des Ministeriums für Schule und Bildung treten an Ganztagsschulen in der Sekundarstufe I Lernzeiten an die Stelle von Hausaufgaben. Nach Schirp (2014) werden unter Lernzeiten Phasen verstanden, „in denen im Rahmen verschiedener Kontexte Lernarrangements gestaltet werden, die Raum für spezifische Fördermöglichkeiten bieten.“ Somit müssen in der Schule Möglichkeiten geschaffen werden, Schülerinnen und Schülern Phasen für das Üben, das Anwenden, Vertiefen und Reflektieren von Fachinhalten zur Verfügung zu stellen. Diese können für die Nachbereitung oder die Vorbereitung des Unterrichts genutzt werden. Die Einrichtung von Lernzeiten bringt Fragen zur Organisation und Gestaltung sowie zur effektiven Verknüpfung mit dem kompetenzorientierten Unterricht mit sich. Neben der Kompetenzorientierung sollen Unterricht und Lernzeiten auch die Individualisierung und die damit gekoppelte Rückmeldung an die Schülerinnen und Schüler in den Fokus nehmen.

Hausaufgaben an Ganztagsschulen

An Ganztagsschulen (§ 9 Absätze 1 und 3 SchulG) treten in der Sekundarstufe I Lernzeiten an die Stelle von Hausaufgaben. Die Lernzeiten sind so in das Gesamtkonzept des Ganztags zu integrieren, dass es in der Regel keine schriftlichen Aufgaben mehr gibt, die zu Hause erledigt werden müssen.

 

Für unsere Schule gilt folgendes Konzept:

  • Es gibt in jeder Woche Aufgaben in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch und im Wahlpflichtbereich sowie in ein bis zwei Nebenfächern.
  • Der Inhalt der Aufgaben ergibt sich aus dem laufenden Unterricht, entweder als Vorbereitung auf folgenden Unterrichtsstoff oder als Nachbereitung bereits erlernter Unterrichtsinhalte.
  • Die Bearbeitung der Aufgaben sollte in den Hauptfächern 30 – 40 Minuten und in den Nebenfächern 10 – 15 Minuten nicht übersteigen.
  • Die Aufgaben können differenziert nach Schwierigkeitsgrad als Basisaufgaben und Aufgaben mit höherem Anspruchsniveau angeboten werden, die je nach Kurseinteilung verpflichtend oder freiwillig zu bearbeiten sind.
  • Die Aufgaben werden von den Schüler*innen in ihren Schulplaner eingetragen, so dass auch für die Eltern ein Überblick gegeben ist, welche Aufgaben bearbeitet wurden.
  • Der Eintrag erfolgt zu dem Termin, zu dem die Aufgaben erledigt werden müssen.
  • In den Lernzeiten entscheiden Schüler*innen selbstständig, an welchen Aufgaben sie in den Lernzeiten arbeiten möchten bzw. noch arbeiten müssen.
  • In den Lernzeiten arbeiten die Schüler*innen selbstständig an diesen Aufgaben. Die jeweilige Lehrkraft steht ihnen bei Bedarf unterstützend zur Seite.
  • Die Schüler*innen zeichnen im Schulplaner ihre Aufgaben nach Bearbeitung als erledigt ab.
  • Die Kontrolle der Aufgaben erfolgt innerhalb der nächsten Unterrichtsstunden.
  • Die Eltern erhalten so einen ständigen Überblick über die Aufgaben, die von ihren Kindern bereits erledigt wurden, noch zu erledigen sind oder aber nicht zum Termin erledigt wurden.
  • Nach wie vor geht die Bewertung der Lernzeiten mit 15% in die Fachnote ein.

Dieses Konzept schafft eine Transparenz der Lernzeiten für die Schüler*innen und die Eltern, da im Schulplaner alle Aufgaben auf einen Blick eingesehen werden können.

Die Aufgabenstellungen der Lernzeiten sind eng an den Unterrichtsstoff angeknüpft. Dadurch arbeiten die Schüler*innen motivierter und lernen gleichzeitig, sich zu organisieren und selbstständig Lernzeiten und Aufgaben einzuteilen.